Wissenswertes über die Pfadfinder


Der Pfadfindergruß

Der Pfadfindergruß ist ein Gruß, den sich Pfadfinder weltweit geben. Beim Pfadfindergruß reicht man sich die linke, „vom Herzen“ kommende Hand, während die rechte etwa auf Schulterhöhe empor gehoben wird. Dabei weisen Zeige-, Mittel- und Ringfinger nach oben und der Daumen legt sich auf den kleinen Finger. Teilweise ist es üblich den Arm zum Kopf anzuwinkeln, wenn eine Kopfbedeckung (Pfadfinderhut, Barett) getragen wird.

Als Grußformeln werden in deutschsprachigen Ländern Allzeit bereit oder Gut Pfad verwendet, international bekannt ist das englische Be prepared (Sei(d) bereit).

Das Zeichen der rechten Hand hat folgende Bedeutung:


Pfadfinder reichen sich zur Begrüßung, im Gegensatz zum gewöhnlichen Händeschütteln die linke Hand.

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen.

Zum einen heißt es, die linke Hand kommt von Herzen und soll die brüderliche und herzliche Gemeinschaft zeigen, zum anderen gibt es folgende Geschichte: Baden-Powell wechselte eines Tages mit dem afrikanischen Häuptling Pempreh, den er im Gefecht besiegt hatte, einen Händedruck. Da bot ihm der andere die linke Hand an. Als sich Baden-Powell nach dem Grund erkundigte, erklärte ihm der Häuptling, dass nur die Tapfersten der Tapferen und die Treuesten der Treuen sich in dieser Art die Hände reichen, weil es bedeute, den Schild herunterzunehmen. Diesen Gedanken fand Baden-Powell so gut, dass er später den Pfadfindergruß mit der linken Hand einführte.

Den Schild herunternehmen, wie der afrikanische Häuptling sagte, bedeutet aber noch mehr: Offen, ehrlich und wahr treten wir dem anderen gegenüber, dem wir die linke Hand reichen.

In Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern ist es üblich, den kleinen Finger der linken Hand beim Handschlag abzuspreizen. Dadurch sind die Hände zusätzlich ineinander verschränkt, was die (weltweite) Verbundenheit symbolisieren soll. Eine andere Erklärung führt dies auf ein übliches Erkennungszeichen im frühen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zurück. Spreizt man den kleinen Finger ab, der andere jedoch nicht, bemerkt man es nur selbst, der Finger des Anderen fährt ins Leere.

Bei den Wölflingen, den Jungen (und teilweise auch Mädchen) zwischen 7 und 11 Jahren, gibt es an Stelle des Pfadfindergrußes den Wolfsgruß, dabei werden Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand auseinander gespreizt, um die Wolfsohren zu symbolisieren; der Daumen schützt auch hier den kleinen Finger, und den Ringfinger dazu. In der Schweiz haben außerdem die Mädchen, die Bienli, ebenfalls einen eigenen Gruß, er ist beinahe gleich wie der der Wölfe, außer dass die Finger nicht gespreizt, sondern aneinander gehalten werden, um den Zusammenhalt zu zeigen.

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